7. Low Vision / Sehbehinderung

  • Was ist Low Vision?

  • Wie entsteht sie?

  • Maculadegeneration

  • Glaukom (=grüner Star)

  • Katarakt (=grauer Star)

  • Keratokonus


Was ist Low Vision?

Übersetzt „tiefe Sicht“ bedeutet, dass ein Auge eine Sehbehinderung hat. Wie bei allen Behinderungen ist es sehr individuell ab welcher Einbusse der Sehschärfe eine Behinderung beginnt.

 

Wie entsteht sie?

Natürlich gibt es viel Ursachen für Sehbehinderungen. So werden angeborene Sehbehinderungen oft früh durch den Kinderarzt erfasst und im Netzwerk der Betreuung integriert.

Bei erworbenen Sehbehinderungen ist aber oft der Optometrist erste Anlaufstelle. Hier kann der/die Betroffene mit einer ersten Befundaufnahme rechnen. In Zusammenarbeit mit der medizinischen Versorgung durch die Augenärzte/Beratungsstelle kann der Optometrist oft mit vergrössernden Sehhilfen, Filterbrillen oder elektronischen Hilfsmitteln weiterhelfen. Die Beratungsstelle für Sehbehinderungen, oder Selbsthilfegruppen wie z.B. Retina Suisse helfen ebenfalls auch nachhaltig mit dem Sehverlust umzugehen.

Die häufigsten für den Optometristen relevantesten Ursachen wollen wir hier kurz ansprechen:

 

Maculadegeneration

Sie ist die in der Schweiz häufigste Augenkrankheit. Sie bewirkt, dass man im Zentrum des scharfen Sehens „zerknittert“ sieht:

Maculadeg

die Betroffnen haben oft Mühe Gesichter zu erkennen.

Bis auf wenige Ausnahmen ist sie altersbedingt und die Veranlagung dazu vererbt. Raucher sind mehr betroffen. Frauen mehr wie Männer.

Es gibt je nach Form und Schweregrad Therapieansätze. (Laser, „Spritzentherapie“) welche den Krankheitsverlauf verlangsamen, stoppen und manchmal sogar verbessern. Wichtig ist, dass Betroffene früh (bereits noch während den medizinischen Therapien) den Umgang mit Hilfsmitteln üben. Der geschulte Optometrist oder „spezialisierte Augenoptiker Low Vision“ wird sie gut und gerne durch die Phasen der Krankheit begleiten.

 

Glaukom (=grüner Star)

Die betroffenen haben mühe die Peripherie noch gut Wahrzunehmen. Sinnesreize aus der Peripherie fehlen. Deshalb werden sie erst bemerkt, wenn bereits ein Autounfall dadurch hervorgerufen wird: „Ich habe im Kreisel den von links herannahenden Velofahrer nicht bemerkt…“.

glaucom

Ursache ist oft ein erhöhter Augeninnendruck. Ein Glaukom kann aber auch bei normalem Augeninnendruck entstehen. Der Ansatz des Optometristen liegt in der Sensibilisierung und Früherfassung.

Wir empfehlen ab 50 Jahren (Falls Vater/Mutter schon betroffen: ab 35j) ein Screening durchzuführen. Dieses sollte im Idealfall eine Augeninnendruckmessung, Gesichtsfeldmessung und Netzhaut(dicken)untersuch und Beurteilung des Sehnervenkopfes beinhalten.

 

Katarakt (=grauer Star)

„Jeder bekommt ihn, nicht jeder wird genug alt dazu“… manchmal aber auch als Folge von Diabetes, zuviel UV-Licht oder nach einem Schlag aufs Auge.

cataract

Dabei werden durch die Trübung der Augenlinse die Farben matter. Blendung nimmt zu.

Die Augenlinse wird durch den Ophthalmologen operativ entfernt und durch eine künstliche ersetzt. Der Eingriff wird meist ambulant durchgeführt. Da die postoperative Brille erst ca.5 Wochen nach dem Eingriff verschrieben werden kann, wird der Optometrist ihnen zwischenzeitlich mit einem provisorischen Brillenglas helfen. Wird aus spezifischen Gründen auf eine Operation verzichtet, kann der Optometrist mit Filterbrillen, und vergrössernden Sehhilfen ein Stück weit helfen können.

 

Keratokonus

Dies vererbbare Krankheit hat zur Folge, dass die Hornhaut sich verwölbt und dünner wird. Sie wird durch den Optometristen in Absprache mit dem Augenarzt meist mit Spezial-Kontaktlinsen versorgt. Neu ist auch (vor allem im Jugendalter) ein vernetzen der Kollagenfasern möglich. Wir empfehlen Ihnen den link unseres Kollegen Eschmann in Bern: http://www.eschmann-contactlinsen.ch/d-e-u-t-s-c-h/keratokonus-und-weitere-hornhaut-irregularit%C3%A4ten/

 

Weitere Links zu Low Vision:

http://www.szb.ch/

http://www.retina.ch/

http://www.sbv-fsa.ch/de

http://chur.beratung.www.sbv-fsa.ch/de